Freitag, 5. September 2008
Dpt. Dorfbeizli ade - ein Abgesang

Das Kleine wird vom Grossen geschluckt picswiss.ch
Oje, was für eine traurige Neuigkeit entnehmen wir diese Woche dem besten aller Wochenblätter: Des Dorfbeizlis letzte Stunde hat gschlagen. Die Ochsen-Wurstmillionäre Daniel und Christoph Jenzer kaufen das Objekt, reissen es nieder um nachher ein Mehrfamilienhaus auf seiner Asche zu pflanzen. Es war absehbar. Seit langem schon hat Hausherrin Irene nicht mehr so viele Gäste wie zu den guten alten Zeiten des DBs. Buzzi und Gschpänli alleine füllen die Kassen noch nicht. Das Personal wurde sukzessive zurückgeschraubt und zuletzt das Bier verteuert und gleichzeitig die Gläser verkleinert. Die gute Irene ist auch nicht mehr die Jüngste, sie kommt nicht daran vorbei an ihre Altersvorsorge zu denken. Aller logischen Argumente zum Trotz, es geht ein Stück Arlesheim verloren. Die Atmosphäre war noch immer familiär, die Bedienung herzlich (oder sagen wir: auf eine sympatische Art eigen) und das Niveau ein klein wenig gediegen. Hier fühlte man sich aufgehoben, nicht wie im Adler oder dem Classico die kulinarisch ins Grausame abgerutscht sind und nicht nur billig aussehen. Aber sehen wir es ein, das Dorfbeizli hat wirtschaftlich keine Zukunft mehr. Zu lange blieben Innovationen aus, als dass ein breites, neues Stammpublikum hätte gewonnen werden können.

Drum geniessen wir das gemütliche Holzgebälk noch solange es da ist und trinken aus, bis zum letzten Schluck.

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Tadellos
Gratuliere dem "gebaeude", leider wursteln heutige Ausbeuter so.

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Prinzipiell geht es ja nicht nur um Wohnhäuser, sondern auch um einen Ausbau der Produktionsstädte der Nationalen Wurstbank (jaja, die mit dem gold...). Schönes Privileg sowas..das wäre wie wenn Sprüngli im Gebäude der UBS ihre Luxenburgerli produzieren würden oder das Läckerlihuus das Grand Cafe Huegenin für diesen Zweck verwenden würde...

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